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monstranz alte sodener von ca 1840Jeweils am ersten Freitag im Monat (Herz-Jesu-Freitag) wird in Sulzbach, Soden und Dornau die Krankenkommunion an unsere alten und kranken Mitchristen verteilt. Dazu kommen unsere pastoralen Mitarbeiter und ehrenamtliche Kommunionspender am Vormittag zwischen 9.00 – 11.30 Uhr zu Ihnen nach Hause.

Falls Sie oder ein Familienangehöriger dies wüschen, bitten wir Sie, sich telefonisch unter Tel. 06028 991290 zu melden und Details abzuklären.

logo krankenkommunionSie möchten für sich oder einen Angehörigen die Krankenkommunion?

Dann melden Sie sich telefonisch im Pfarrbüro unter Tel.: 06028/991290

 

logo ich schenke zeitSie haben „Zeit zu verschenken?"

Dann genügt auch ein Anruf im Pfarrbüro oder Sie werfen einen Zettel in die vorbereitete Box in der St. Margareta Kirche.


Ich war einsam - Ihr habt mich besucht

Arbeitskreis Begleitung von Kranken, Pflegenden, Sterbenden und Trauernden

Für viele kranke und alte Menschen, die bettlägerig sind und ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, sind die eigenen vier Wände oft noch die einzige Welt, in der sie leben und sich bewegen können. Oft fühlen sie sich einsam aus der eucharistischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Vielleicht auch „von Gott und der Welt verlassen." Die Zuwendung Jesu Christi und seine stärkende und Leben nährende Gegenwart im „Brot des Lebens" sollen gerade sie besonders erfahren.

Auch in unserer Pfarreiengemeinschaft wird den Kranken, die das wünschen, die Krankenkommunion gespendet. Einer der Spender ist seit vielen Jahren Harald Sommer, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Margareta Sulzbach.

Harald, Du bist Spender der Krankenkommunion. Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?
Nachdem ich schon längere Zeit die Kommunion in Gottesdiensten spende, hat mich Hermann Amrhein auch für die Krankenkommunion angesprochen. Es gab damals einen personellen Engpass. Seitdem bin ich dabei.

Wer kann eigentlich die Krankenkommunion empfangen?
Die Krankenkommunion ist gedacht für alle, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen können. Aber auch Familienangehörige der Kranken, die bei der Spendung mit dabei sind, können mit einbezogen werden.

Und wer kann Krankenkommunionspender werden?
Eigentlich jeder Kommunionspender. Als Kommunionspender braucht man eine Kirchliche Sendung des Bischofs.Diese Erlaubnis wird für fünf Jahre ausgesprochen.

Woher weißt Du, wer einen Besuch zur Krankenkommunion wünscht?
Die Schnittstelle hierbei ist der Sozialkreis in Person von Hermann Amrhein. Bei ihm sind Personen gemeldet, die die Krankenkommunion empfangen möchten und die Kommunionspender, die bereit sind, die Kranken zu besuchen. Ich bekomme dann mitgeteilt, wer einen Besuch wünscht. In der Regel genügt ein Anruf der Kranken oder Angehörigen beim Pfarrbüro, um einen erstmaligen Besuch zur Krankenkommunionan zumelden.

Wie häufig können die Kranken die Kommunion empfangen?
Das ist ganz verschieden. Einige Kranke wünschen sich regelmäßig z.B. einmal im Monat die Krankenkommunion. Andere wollen nur zu Festtagen z.B.Weihnachten oder Ostern die Kommunion empfangen.

Wie läuft Dein Besuch zur Krankenkommunion ab?
Zuerst rufe ich ein paar Tage vorher an und vereinbare einen festen Termin. Meist bin ich am ersten Feiertag des Weihnachts- und Osterfestes unterwegs und nehme mir für jeden Besuch mindestens ein halbe Stunde Zeit. Vor dem Festtagsgottesdienst hole ich mir konsekrierte Hostien aus dem Tabernakel und bewahre sie in einer Hostiendose auf. Zu den Besuchen nehme ich Hefte mit Gebetstexten zum jeweiligen Anlass (Weihnachten oder Ostern) mit und lese daraus Gebete und Texte mit den Kranken und den Angehörigen, wenn sie mit dabei sein wollen. Begleitet von der Gitarre singen wir dann auch gemeinsam passende Lieder. Nach der Kommunionspendung und den Fürbitten bleibe ich dann noch eine Weile und unterhalte mich mit den Kranken/Angehörigen. Mir ist es wichtig, dass ich den Besuch persönlich gestalte und mir dazu Zeit nehme.

Welche Erfahrungen hast Du in den Jahren gemacht?
Mein Eindruck ist, dass die Leute sehr dankbar und emotional berührt sind. Auch das Gitarrenspiel kommt gut an hier ist oft die große Rührung greifbar! Ich bin dann froh, dass ich mir die Zeit genommen habe und gehe einerseits mit einem guten Gefühl weg, aber andererseits mit dem Eindruck, dass die Besuche viel häufiger sein sollten.

Du meinst also, es wäre sinnvoll und wichtig, die Kranken und Einsamen viel öfter zu besuchen?
Ja, genau. Es wäre schön, wenn kranke und einsame Menschen in unserer Gemeinde öfters besucht werden könnten. Ich spüre oft ein großes Bedürfnis der Besuchten nach Aussprache und dass jemand da ist, der zuhört. Aber auch, dass ich etwas von mir erzähle. Beim letzten Klausurwochenende der Pfarreiengemeinschaft in Schmerlenbach haben wir die Zielgruppe „Kranke, Sterbende, Trauernde und Pflegende" mit auf den Themenplan für dieses Jahr genommen. Schließlich ist die tätige Nächstenliebe ein zentraler Aspekt unseres Glaubens.

Neue Idee: Zeit verschenken

Die Idee, die sich dann in der Arbeitsgruppe herauskristallisiert hat, ist, dass unter dem Schlagwort „Zeit schenken" sich Mitglieder der Pfarrgemeinde finden, die bereit sind Zeit, zu verschenken und solche, die für Zeit und Aufmerksamkeit dankbar sind. Wichtig ist uns dabei, dass es wirklich um die Zeit und die persönliche Zuwendung geht und nicht um Nachbarschaftshilfe oder die Übernahme von Besorgungen. Wir denken an Gespräche, gemeinsames Singen oder Spazieren gehen, soweit dies noch möglich ist: Einfach darum, gemeinsam Zeit verbringen.

Das hört sich ja gut an. Was sind die nächsten Schritte?
Es wäre sehr gut, wenn sich durch diese Veröffentlichung Gemeindemitglieder angesprochen fühlen, die gerne „Zeit verschenken" wollen – und sei es nur eine Stunde im Monat. Wer sich angesprochen fühlt und mitmachen will, kann sich z. B. per Telefon im Pfarrbüro melden oder einfach einen Zettel in die „Zeit verschenken"-Box in der Kirche werfen. Das gleiche gilt natürlich auch für die kranken und einsamen Menschen in unserer Gemeinde, die sich über die Zeit freuen würden. Das können aber auch Nachbarn und Angehörige sein, die hier als „Tippgeber" auftreten.Ich bin schon sehr gespannt, wie die Resonanz auf unsere Idee ausfällt!

Lieber Harald, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg für Deinen Einsatz für die kranken und einsamen Menschen in unserer Gemeinde.

Egbert Reis

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Das Interview mit Harald Sommer ist im Pfarrblatt Juli 2016 erschienen. Sie können es hier als pdf-File herunter laden.

Kirchenfenster Juli 2016

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