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Weihnachten steht vor der Tür. Neben Foodprodukten wie Adventskalender für Kinder und Erwachsene, Nikoläusen und Spekulatius führt der Weltladen auch weihnachtliche Dekoartikel. Die werden z.B. von der Fairhandels-Organisation Prokritee (bengalisch Natur) vertrieben. Diese hat ihren Sitz in Dhaka. Sie arbeitet vor allem mit Kunsthandwerker*innen in den ländlichen Gegenden von Bangladesch zusammen.

Soziales Engagement: Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza im Jahr 2013 war ein schockierendes und für viele Menschen aufrüttelndes Erlebnis. Spätestens durch dieses tragische Ereignis wurde deutlich, wie prekär die Arbeitsbedingungen der Menschen in der bengalischen Textilindustrie sind. Prokritee ist ein Gegenbeispiel zu der Fast Fashion Industrie im Land.

Ökologische Herstellung: Der Faire Handel und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Prokritee zeigt, wie dies Tag für Tag von rund 1.500 Kunsthandwerker*innen umgesetzt wird. Die Produzent*innen nutzen natürliche, heimische Materialien für ihre handgearbeiteten Produkte. Jute, Seide oder Wasserhyazinthe sind die Basis für das handgeschöpfte Papier. Abgelegten Saris geben die Frauen und Männer ein neues Leben, indem sie sie in Körbe einflechten oder Buchumschläge daraus gestalten.

Ökonomische Fairness: Prokritee arbeiten vor allem mit Frauen zusammen und stärkt diese nicht nur finanziell sondern auch deren Selbstbestimmung- und Selbstbewusstsein. Frauen sowie Männer bei Prokritee werden auf Stücklohnbasis bezahlt und erhalten den gleichen Lohn. Dieser liegt über dem regionalen Durchschnitt. Alle Produzent*innen könne an Fort- und Weiterbildungen oder Alphabetisierungskursen teilnehmen. Die Produzent*innen profitieren außerdem von einem Rentenfonds, Sparprogrammen und Kleinkrediten.

Die Produzent*innen fertigen alle Produkte von Hand. Für El Puente stellen sie beispielsweise Schals, Deko-Artikel und Papeterie-Produkte wie Geschenkkarten her.

Prokritee arbeitet nicht gewinnorientiert. Wenn es dennoch gelingt, Gewinne zu erwirtschaften, reinvestiert die Organisation diese oder zahlt sie in einen Fonds ein, der den Produzent*innen als Altersvorsorge dient. Ein weiterer Anteil wird direkt an die Produzent*innen ausgezahlt. Daneben werden Rücklagen für Zuschüsse zur Gesundheitsvorsorge der Produzent*innen gebildet.

Prokritee wurde 2001 von MCC, einer Hilfsorganisation der mennonitischen Kirche, gegründet und ist Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO).

Mehr auf www.el-puente.de

Im Nachgang zur „19. Fairen Woche“ möchten wir ein paar Gedanken von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche, zusammenfassen.

Fair statt mehr, Motto der Woche, ist aktueller denn je. Im Brennglas der Coronapandemie tritt noch mehr zu Tage, wie stark die Menschen auf der ganzen Erde von einander abhängen. Wir können nach dieser Krise, die viele der Ärmsten völlig um ihre Existenz bringt, nicht weitermachen wie bisher. Es braucht überall auf der Welt gute Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung, auch faire Lieferbeziehungen. Das heißt faire Preise, die Existenzen sichert und den Naturverbrauch reduzieren.

Unser Lebensstil – billiges Koltan für Mikrochips, Grillkohle aus Tropenholz, billiges Palmöl, billige Kleidung auf Kosten der Näherinnen – ist nicht haltbar. Er nimmt Zukunft. Wir verbrauchen die Zukunft der Schwächsten, unserer Enkel und unsere Lebensgrundlagen.

Der faire und gerechte Handel arbeitet seit 50 Jahren daran die Ausbeutung der Menschen und der Natur zu stoppen. Das Leben von 2,5 Mil. Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika ist dadurch schon besser geworden.

Als Entwicklungsminister freue ich mich sehr, daß der Umsatz im Fairen Handel sich in den letzten 5 Jahren verdoppelt hat. Aber da ist noch viel Luft nach oben.

Seit September 2019 gibt es auf Initiative des Entwicklungsministeriums den „Grünen Knopf“ - das erste staatliche Gütesiegel für faire Textilien.

Der Kunde kann mit seinem Einkaufskorb entscheidend mitbestimmen unter welchen Bedingungen die Produkte des täglichen Lebens hergestellt werden.

Engagieren Sie sich und fairhandeln Sie mit.

Im Weltladen Sulzbach gibt es schon diverse Advents- und Weihnachtsartikel. Unter anderem einen ganz exquistiten Adventskalender mit einer feinen Praline für jeden Tag in einer sehr schönen Verpackung. Ein Geschenk für einen ganz besonderen Menschen. 19.90 €

Die GEPA ist eine Fair-Handels-Organisation, die von den Gesellschaftern: Brot für die Welt, Misereor, aej (Arbeitsg. d. Evang. Jugend) BDKJ (Bund kath. Jugend) und Kindermissionswerk Sternsinger getragen wird. www.gepa.de

Sie vertreibt unter anderem wunderbare Schokolade.

Qualität: Kleinbauern ernten Kakao und andere Rohwaren in Spitzenqualität. Mittelständische Verarbeiter kreieren daraus mit Sorgfalt und qualitätsgeprüft köstliche Schokoladen-Kreationen - für Fair Trade Genuss! Gentechnikfrei, manche Sorten sind  vegan.

Hoher Fair Handelsanteil: Mit fairer Bio-Milch und fairem Bio-Palmfett wird der Fair-Handelsanteil in Schokoladen und Riegeln auf bis zu 100 Prozent erhöht! Kakaobohnen und -butter werden in Lateinamerika und Westafrika direkt bei Kleinbauerngenossenschaften gekauft. Genau diese Rohware gelangt über mittelständische Verarbeiter in die GEPA-Produkte. Die transparente Lieferkette ist ein wichtiger Baustein im Kampf  gegen ausbeuterische Kinderarbeit.  

Verpackung: GEPA-Schokoladentafeln und Schokoriegel sind ohne Aluminium verpackt. Ihr Innenwickel besteht zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch die anderen Verpackungen sind überwiegend aluminiumfrei.

Probieren Sie doch mal  die Sorte „Noir Orange“.  Sie ist das Produkt des Monats Oktober und kostet 2.30 €!

Zur FairenWoche, die von 11.-25. Sept. 20 begangen wird, gibt es im Martinushaus in Aschaffenburg eine Veranstaltung: „Weltreise“ am 30.9.20 um 19.30.

Eine Multimediashow von Jutta Ulme und Michael Wolfsteiner über Reisen nach Ghana, Israel/Palästina, Sri Lanka etc. mit Blick auf Produzenten für den Fairen Handel. Karten über den Weltladen Aschaffenburg. Infos unter www.weltreise.lobOlmo.de

Weiße Bio Quinoa: Köstlich Und Vielseitig

Quinoa - auch Quinua" genannt - gilt als das Wunderkorn der Inka". Dieser traditionelle, weiße Bio Quinoa steht vorwiegend in den Anden auf dem Speiseplan. Sie ist nicht nur eine wohlschmeckende Beilage zu Gemüse- und Fleischgerichten, sondern schmeckt auch vorzüglich in Suppen und Süßspeisen. Von Natur aus nährstoffreich und glutenfrei.

Mit dem ökologischen Anbau von Quinoa haben die Kleinbauern von ANAPQUI in Bolivien Anschluss an den Weltmarkt gefunden. Über den Fairen Handel erzielen sie Erlöse, die ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern.

Rote Bio Quinoa: Köstlich und nährstoffreich

Rote Quinua ist die ursprüngliche Quinua-Sorte, die von den Inka-Kriegern verehrt wurde und ihnen Energie schenken sollte. Heute ist unsere rote Bio Quinua eine wohlschmeckende und nährstoffreiche Beilage zu Gemüse- und Fleischgerichten und wie Reis oder Hirse zu verwenden. Auch eignet sie sich hervorragend für würzige Eintöpfe. Im Hochland der Anden wird Quinua seit tausenden von Jahren angebaut. Und war den Inkas heilig.Rote Fair Trade Quinua aus Bolivien ist eine traditionelle Sorte, die nur in geringem Umfang für den Eigenverbrauch angebaut wird und zu verschwinden droht.

ANAPQUI, ein Verband von Quinua-Produzenten in Bolivien, trägt mit dem Anbau zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.

Canaan Fair Trade ist Genossenschaftsmitglied der WeltPartner eG.

Canaan Fair Trade fördert benachteiligte palästinensische Gemeinschaften durch den Vertrieb von Naturland Fair zertifiziertem Olivenöl, Mandeln und anderen Köstlichkeiten. Über 1.600 Kleinbauernfamilien können dadurch ihren Lebensunterhalt und ihre Kultur aufrechterhalten. 

Mit fairen Preisen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht Canaan eine nachhaltige Verbesserung des Lebensstandards. Gleichzeitig werden dadurch regenerative Ökosysteme gepflegt und Humusaufbau zur CO2-Speicherung betrieben.

Die Olivenbäume in Palästina, einige davon mehr als 1.000 Jahre alt, zeugen vom harmonischen Austausch zwischen Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Vom Erlös des hochwertigen Olivenöles geht ein Dollar pro Liter an das Programm „Trees for Life“. Mehrere 10.000 Oliven- und Mandelbäume konnten so schon gepflanzt werden.

Zahlreiche Besuche des WeltPartner-Teams in Palästina z.B. zur jährlichen Olivenernte und eine gemeinsame Tour durch Deutschland machen die Partnerschaft zu etwas ganz Besonderem.

Aus dieser Gemeinschaft kommen Produkte wie Pesto, Zatar das Gewürz mit geröstetem Sesam, Freekeh etc.

Sehr lecker: Weißbrot mit Basilikumpesto. Probieren Sie mal.

Mehr Infos und Bilder zu unserem Handelspartner finden Sie auf auf www.weltpartner.de

1988 als "dwp - dritte-welt partner" GmbH gestartet, stellt sich unser Lieferant aus Ravensburg heute den großen Herausforderungen in der Welt. Sie setzen sich wie die gesamte Fairhandelsbewegung für faire Welthandelsstrukturen, für die Förderung von Kleinbauernfamilien und den ökologischen Anbau sowie für die Übernahme von sozialer Verantwortung auch in Deutschland ein. Passend dazu lautet seit 2005 der Name der Fair Trade Genossenschaft: „WeltPartner“.

Freekeh – Sonnengetrockneter und grösteter Weizen aus Palästina von „WeltPartner“, wird aus im Norden des Westjordanlandes angebautem Weizen hergestellt. Er stammt von „Canaan Fair Trade“ und ermöglicht den beteiligten Familien, ihren Lebensunterhalt mit würdevoller Arbeit zu verdienen. Dies ist in Palästina alles andere als selbstverständlich.

Nach dem der Weizen grün geerntet und getrocknet wurde, wird er auf traditionellen Weise über Feuer geröstet und erhält dadurch seine fein rauchige Note. Der würzige grüne Weizen ist, wie Grünkern, eine vollwertige Beilage und beliebt für die Zubereitung von knusprigen Bratlingen, Aufläufe, Suppen, Salaten und orientalischen Speisen. Probieren Sie mal.

 

Das ambitionierte Handelsunternehmen GEPA mit Sitz in Wuppertal zählt zu den größten europäischen Fair-Handelsunternehmen und importiert seit über 40 Jahren Rohstoffe von auf dem Weltmarkt benachteiligten Produzenten, vor allem südlicher Länder, zu fairen Bedingungen und vermarktet die Produkte online und über verschiedene Geschäfte in Deutschland. WWW.GEPA.DE

Gegründet 1975, nennt sich der Betrieb heutzutage GEPA - The Fair Trade Company". Obgleich Fair" nicht automatisch auch BIO" bedeutet, tragen dennoch über 78% der Produkte das EU-Bio-Siegel und sind teils ebenso Naturland-zertifiziert. Daher wird der Bio-Landbau von GEPA auch aktiv unterstützt. Das Produktportfolio umfasst, neben KAFFEE und TEE, ebenso ZUCKER, Orangensaft, Schokolade, KAKAO, Nüsse, Wein und andere Lebensmittel, aber auch Spielwaren, Sportbälle, Textilien, Lederwaren, Keramik sowie Korbwaren.

So sind die Standards nach Fairtrade International für dieses Handelsunternehmen eine wichtige Basis, es geht jedoch in vielen Bereichen noch darüber hinaus, denn GEPA ist mit seinen Produkten auch selbst als Organisation in die verschiedensten Zertifizierungssysteme eingebunden. Die GEPA ist unter anderem Mitglied der World Fair Trade Organisation" (WFTO) und hat sich auch vom WFTO-Guaranteed-System prüfen lassen. (Fortsetzung folgt).

 

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