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2008 gründete Ana Margerita Villegas das kleine Unternehmen Color Cacao. Für ihr Studium war sie in Frankreich und hat dort die große Kunst der Chocolatiers kennengelernt. Zurück in Kolumbien war ihr klar, dass sie diese Techniken der Schokoladenherstellung mit dem verbinden wollte, was ihr Heimatland zu bieten hat: Besten Kakao.

Der Fair-Trade Adventskalender enthält köstliche Überraschungen. In 24 Boxen verstecken sich edle Pralinen, feine Fair-Trade-Schokolade oder köstliche schokolierte Früchte. Dafür verwenden die Chocolatiers von Color Cacao heimische Spezialitäten aus Kolumbien z.B. die Andenbrombeere. Besondere Highlights sind Pralinen mit Lavendel und Aprikose oder mit Zitrone und Chia. Aber auch für uns typische weihnachtliche Geschmäcker wie Lebkuchen und Zimt dürfen nicht fehlen.

Das weibliche Team von Color Cacao stellt Schokoladenkreationen in aufwändiger Handarbeit her. Das ganze Produkt stammt nahezu komplett aus Kolumbien, auch die nachhaltigeVerpackung aus Rohrzuckerfasern.

Außer diesem sehr edlen Produkt gibt es noch einen Adventkalender mit Datteltrüffeln. Das hübsche Drumrum ist von einer Gehörloseninitiative in Indien gefertigt. Die Füllung stammt aus Ägypten. Auf sehr fein.

Adventstees, Weihnachtsplätzchen, Schokoladen und natürlich Nikoläuse in verschiedenen Ausführungen sind auch im Sortiment.

Frage: Sie inspirieren in ihrem Blog fairknallt.de viele Menschen, ihren Konsum zu hinterfragen. Reicht eine Veränderung des Kaufverhaltens, um z.B. die Textilindustrie zum Umdenken zu bewegen?

Antwort: Jeden Tag bestimmen wir mit unseren Kaufentscheidungen die Zukunft, in der wir leben wollen. Natürlich kann sich nicht jede Familie ständig Bio-Lebensmittel und faire Mode leisten, aber viele Menschen können bewusster und weniger kaufen. Sie haben so mehr Möglichkeiten, gute Produkte zu kaufen, für die weder Mensch, noch Tier oder der Planet gelitten haben. Gleichzeitig glaube ich, dass wir auch verbindliche Gesetze brauchen. Die Bundesregierung hat mit dem Lieferkettengesetz einen guten Anfang gemacht. Es ist ein Signal an Unternehmen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich hoffe aber, dass es zukünftig ausgebaut und noch deutlich strikter wird.

Auf den Philippinen gibt es eine Initiative mit Namen Preda (Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance). Diese und die Fairhandelsorganisation dwp (Dritte Welt Partner) haben durch den Handel mit verschiedenen Produkten aus Mangos einen großen Beitrag zur Verminderung der Armut und der Landflucht geleistet. Preda wurde 1974 von Pater Shay Cullen einem irischen Prister gegründet und kümmert sich um sexuell missbrauchte Kinder und ehemalige Kinderhäftlinge. Es gibt dort Therapieangebote, juristischen Beistand bei der Verfolgung der meist touristischen Täter und umfangreiche Jugendarbeit zur Rehabilitation der geschädigten Kinder. Für Straßenkinder, die gegen Philippinische Gesetze, in Gefängnissen sitzen, engagieren sich auch die Tatortdarsteller Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt mit ihrem Verein „Tatort – Straßen der Welt e.V.“ unter www.tatort-verein.de und www.preda.org können Sie sich und andere über diese Arbeit informieren.

Übrigens die Mangoprodukte schmecken wunderbar.

DW-Mode – aber auch viele unserer Accessoires, Heimtextilien und Wohnaccessoires, entstehen in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. So verschmelzen exotische, landestypische Einflüsse aus Afrika, Asien und Lateinamerika mit europäischem Zeitgeist. Das Resultat sind spannende Kreationen, die ihresgleichen suchen. Für uns steht fairer Handel an erster Stelle. Der DW-Shop versteht sich vorrangig als Einrichtung der Entwicklungszusammenarbeit für Menschen in benachteiligten Ländern. Exemplarisch sind in diesem Zusammenhang unsere Selbsthilfe-Projekte in den verschiedensten Regionen dieser Welt. Neben angemessenen Löhnen ist die Förderung nachhaltiger Strukturen das Ziel. Gesunde Produktionsbedingungen, Gleichberechtigung und umweltbewusste Produktion sollen an dieser Stelle als Schlagwörter reichen.Bei allen Produkten setzen wir auf Klasse statt Masse. Traditionserhalt ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Von Hand hergestellte Produkte spiegeln die Fertigkeit und Kreativität des Menschen wieder. Kunsthandwerk ist Teil unseres Kulturerbes und daher wichtiger Bestandteil unserer Identität. In Zeiten uniformer Massenware steigt das Interesse an charaktervollen und qualitativ hochwertigen Unikaten. Dem tragen wir natürlich gerne Rechnung, zumal dieser Wunsch den fairen Handel ein weiteres Stück nach vorne bringt und immer mehr Familien in die Lage versetzt, mit ihrer Hände Arbeit das Auskommen zu sichern. Neben der wirtschaftlichen Existenz auch eine Frage der Würde und der kulturellen sowie traditionellen Wurzeln.Folglich machen wir uns für "wertvolle" Produkte stark, mit denen Sie sich selbst und anderen etwas Gutes tun. Nicht zuletzt möchte der DW-Shop aber Sie oder Ihr Zuhause einfach nur gut aussehen lassen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß und viele angenehme Aha-Erlebnisse mit unserem Online-Shop. 

Www.DW.shop.de

Die Standardkiste enthält 250g Kaffee, 500g Honig aus Sulzbach, Kekse, Apfelmangosaft aus Spessarter Streuobst und Mangosirup aus dem philipinischen Fairtrade-Projekt Preda, 1 Tafel Schokolade mit Sulzbacher Hülle, 1 Schokoriegel und 1Pckch. Mango-Engel ebenfalls aus dem Preda-Projekt. Diese Kiste kostet 20 €.

Sie können die Geschenkkiste  aber auch nach eigenen Wünschen befüllen lassen. So erhalten Sie ein sehr persönlichesGeschenk.Geschenkkiste 2021 3

 

Geschenkkiste 2021 1Geschenkkiste 2021 2

Logo Fair Trade LebanonRote Linsen

Die leuchtend orangefarbenen Linsen aus dem Libanon erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind geschält und deshalb sehr bekömmlich.Zudem lassen sie sich schnell zubereiten. Besonders gut geeignet für Currys, Eintopf, indische Dals und Linsenpuffer.

 

Fair Trade Libanon, die mit El Puente zusammenarbeiten, hat es sich zur Aufgabe gemacht traditionelle Spezialitäten ausfindig zu machen und deren Anbau zu fördern. Dazu arbeitet die Organisation mit Kleinbauern zusammen.

 

 

 

 

 

Linsenpuffer:

Für ca. 15 Stück

  • 250 g Linsen ordentlich abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  • 2 Zwiebeln und 1 Zehe Knoblauch in feine Würfel schneiden und in einem Topf mit Olivenöl glasig anschwitzen. Linsen dazugeben und kurz mitbraten.
  • Mit 500 ml Wasser ablöschen und zugedeckt ca. 25 Minuten weich kochen.
  • Anschließend 1 EL Brühpulver hinzugeben und weitere 5 Minuten ohne Deckel kochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • In der Zwischenzeit 1 Kartoffel und 1 Möhre schälen und grob raspeln. 2 Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.
  • Das Gemüse mit 1 Ei unter die Linsen heben, pfeffern und salzen.
  • Mit 3 EL Kichererbsenmehl binden und die Masse esslöffelweise in eine Pfanne mit Olivenöl geben.
  • Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten ausbacken.
  • Guten Appetit!

Rote Linsen 2021

Wie andere Anbieter mußten auch die Weltläden ihre Kaffeepreise erhöhen. Die Ernten waren schlecht. Durch Dürren und extreme Wetterbedingungen ist der Ertrag z.B. in Brasilien um 30% zurück gegangen. Besonders die sehr beliebten Arabica-Sorten sind im Anbau aufwändig: Sie wachsen nur bei relativ niedrigen Temperaturen in höheren Lagen. Dort können keine Maschinen eingesetzt werden. Noch im vergangenen Jahr wurden Kaffeepflanzen ausgerissen, weil kein Geld mehr damit zu verdienen war. Schade.

Weitere Ursachen sind die Verteuerung der Fracht durch fehlende Container. Das Verpackungsmaterial, die Entsorgung der Verpackung und die Logistik werden auch teurer. Leider ist zu befürchten, daß im allgemeinen Handel doch nicht wesentlich mehr Geld bei den Anbauern hängen bleibt, weil auch Düngemittel und Pestizide teurer werden.

Die Preisschwankungen von 2,10 $ 2011 zu 0,94 $ im Jahre 2019 auf wieder 1,22 $ im letzten April haben sich in den Weltläden nicht so stark ausgewirkt. Die von GEPA und Co gezahlten Preise sind stabil höher als der Weltmarktpreis. anpassen.

Die Deutschen tranken im Jahre 2020 im Durchschnitt 168 l Kaffee. Das wird auch im laufenden Jahr nicht weniger sein. Die Kaffeelagerhäuser sind gut gefüllt. Es wird nach Aussagen des Deutschen Kaffeeverbandes keine Engpässe geben.

Seit 30 Jahren gibt es das Projekt Bim Peththe (zu Deutsch Graswurzel) Society. Sie vermarktet die im Distrikt Matara am Südzipfel Sri Lankas aus Kokosfasern hergestellt werden. Die Produktion geschieht in einem genossenschaftlich organisierten Selbsthilfeprojekt für Frauen. Frauen können in Heimarbeit bei freier Zeiteinteilung ein besseres Einkommen erwirtschaften. Daneben ist auch das gemeinsame Arbeiten in Treffpunkten möglich. Durch die Bereitstellung von Kleinkrediten sind die GenossInnen nicht mehr von Wucherern abhängig, wenn sie z.B. Werkzeuge anschaffen müssen.

Frau Fuchs-Gärtner aus Sailauf hat von 1983 – 1986 beim Aufbau des kleinbäuerlichen Entwicklungswerkes vor Ort mitgearbeitet. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland gründete sie die Importorganisation Graswurzel.

Am vergangenen Sonntag hat das Weltladenteam die Plakatreihe: Ich nähe Deine Kleider" ausgestellt. Die Aussage der Ausstellung war, daß die Frauen, die in Süd-Ost-Asien in der Bekleidungsindustrie arbeiten, größtenteils schlecht bezahlt und nicht wertschätzend behandelt werden. Die Arbeitszeiten sind viel zu lange. Die Organisation in Gewerkschaften, die diese Frauen möchten wird unmöglich gemacht. Die Frauen sind stark und wütend. Es wird Zeit, die Zustände zu ändern. Es erinnert einen schon teilweise an Zustände in den Fünfziger und Sechziger Jahren in den Kleiderfabriken hier bei uns. Allerdings nicht Arbeitszeiten von 60 Stunden pro Woche oder baufällige Fabriken.

Was kann der Kunde tun? Lieber weniger aber bessere Qualität und dadurch langlebigere Kleidung kaufen. Kaufe keine Jeans im Used-Look! Da ist die Produktion für die Arbeiter gesundheitsschädlich. Auch Secondhand-Handel ist nachhaltiger und wertschätzender als gute Sachen wegzuwerfen.

Achte auf Siegel und Zertifikate! Hier kann ein Modefachgeschäft für fairen Handel hilfreich sein. In Aschaffenburg, Sandgasse 54 ist Luvgreen eine gute Adresse. Auch auf www.dw-shop.de ist fair produzierte Kleidung zu finden.

Da es noch kein einheitliches Siegel gibt, daß für ökologisch und faire Herstellung steht gibt das Portal www.siegelklarheit.de Orientierungshilfe.

Weitere Seiten speziell für Mode:

www.fairfashionguide.de
www.sauberekleidung.de
www.cleanclothes.org.

Die Ausstellung wurde von FEMNET, einem gemeinnützigen Frauenverein konzipiert. FEMNET setzt sich politisch für Bildungs- und Beratungsarbeit sowie einem Solidaritätsfonds für die Rechte der Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie ein.

Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht, das sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN-Charta (Artikel 23) ableitet.

Die Corona-Pandemie zeigt jedoch in erschreckender Deutlichkeit, dass es weltweit um die Arbeitsbedingungen nicht gut bestellt ist. Millionen Menschen müssen unter unwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen schuften und verdienen dennoch nicht genug, um ihr tägliches Überleben zu sichern. Kinder werden ausgebeutet, ohne die Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft zu haben. Insbesondere Menschen im Globalen Süden sind davon betroffen, weil sie oft zu den schwächsten Gliedern der Produktionsketten gehören und gleichzeitig kaum mit staatlicher Unterstützung rechnen können. Doch auch in Deutschland hat die Krise unhaltbare Arbeitsbedingungen in zahlreichen Branchen offengelegt.

Mit diesem Thema wollen wir zeigen, wie eine menschenwürdige und zukunftsfähige Wirtschaft gestaltet werden kann. Mit konkreten Beispielen unserer Handelspartner wollen wir veranschaulichen, wie der Faire Handel durch den Aufbau nachhaltiger Strukturen seit 50 Jahren zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen beiträgt. Dabei wollen wir globale Wirkungszusammenhänge unserer täglichen Entscheidungen als BürgerIinnen und KonsumentIinnen deutlich machen.

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